Dauerausstellungen
auf Burg Stolpen

»Lebenslänglich Stolpen. Der Mythos Cosel« - Neue Daueraustellung zum 250. Todestag

Untrennbar verbunden ist die Veste Stolpen mit dem tragischen Schicksal der Gräfin Cosel, der berühmtesten Mätresse Augusts des Starken. Fast ein halbes Jahrhundert lang verbrachte sie als Gefangene hinter den mächtigen Festungsmauern. Im Johannis- bzw. Coselturm, dem Aufenthaltsort ihrer letzten 20 Jahre, erinnert eine ständige Ausstellung in ihrem ehemaligen Wohnzimmer, im Schlafzimmer und in der Küche an das abenteuerliche Leben dieser einst mächtigen Dame, deren Aufstieg und Fall in der sächsischen Geschichte einmalig ist. Gleichzeitig gewährt die Ausstellung einen alltagsgeschichtlichen Blick auf die fruchtbare Epoche des Augusteischen Barocks. 
Die lebenslustige, schöne und kluge Frau und Mutter dreier Kinder Augusts des Starken hatte sich ‒ angeblich ‒ in dessen politischen Geschäfte eingemischt und sich Feinde am Dresdner Hof gemacht. Schließlich wurde sie Opfer des politischen Opportunismus ihres kurfürstlichen Bettgenossen, der sie auf die Burg Stolpen verbannte. Bis zu ihrem Tod lebte sie dort als streng bewachte Gefangene, die die Festungstore nie verlassen durfte. Sie starb hochbetagt mit fast 85 Jahren. Ihre Grabstätte befindet sich in der Burgkapelle. 

»Mittelalterliche Rechtsgeschichte in der Folterkammer«

Folterkammer auf Burg Stolpen
Folterkammer der Burganlage im Kornhaus

Die Folter im Strafprozess wurde im Mittelalter praktiziert. Sie diente der gerichtlichen Untersuchung zum Erlangen von Geständnissen. Diese galten als wichtigstes Beweismittel im mittelalterlichen Strafprozess. Im Rahmen der Hexen- und Ketzerjagd entwickelte sie sich zu einem nahezu grenzenlosen Kampfmittel.

Die Folterkammer der Burg Stolpen ist ein authentischer Ort, der bis zum Ende der Folter in Sachsen (1770) unterhalten wurde. In einer Großvitrine werden Folterinstrumente präsentiert. Auch Gerätschaften, die die Themenkreise Gefangenschaft und Vollzug von Strafen veranschaulichen, sind zu sehen. Die Objekte verdeutlichen, dass die ganze Anatomie des Menschen von Kopf bis Fuß bei der Folter in Betracht kam.

Die Dauerausstellung in der Folterkammer gibt einen umfassenden Einblick in die mittelalterliche Rechtsgeschichte und verdeutlicht wie gnaden- und erbarmungslos es zuging.

»Der Basalt ist ein Sachse«

Basaltbrunnen auf Burg Stolpen
Basaltbrunnen von innen

Der Stolpener Basalt ist ein geologisches Naturdenkmal von herausragender Bedeutung. Das säulenförmige Vulkangestein entstand vor zirka 25 Millionen Jahren. Der modernen Montanwissenschaften Gregorius Agricola verwendete 1546 erstmals den Begrif Basalt. Damit ist der Stolpener Burgberg die Typoslokalität aller Basalte weltweit. Von hier aus ging der Name »Basalt« um die Welt.

Der tiefste natursteinbelassene (unausgebaute) Basaltbrunnen der Erde (84,39 Meter) verdeutlicht eindrucksvoll die Beschaffenheit des harten, zähen und schwarzen Natursteins. Der Säulenbasalt prägt die Gestalt des Burgberges und der Stadt. Im Jahre 2006 erhielt er von der Akademie der Geowissenschaften Hannover eine Anerkennung als »Nationaler Geotop«.

in den Kellerräumen des vierten Burghofes stellen wir die faszinierende Geschichte des Stolpener Basalts vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart vor.

Kontakt

Burg Stolpen

Schloßstraße 10 | 01833 Stolpen

+49 (0) 35973 234-10
stolpen@schloesserland-sachsen.de

Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Eintritt:

  • Eintritt 6,00 EUR
  • Ermäßigter Eintritt 3,00 EUR
  • 2 Erwachsene + max. 4 Kinder: 14,00 EUR
  • 1 Erwachsener + max. 2 Kinder: 8,00 EUR
  • Gruppentarif ab 15 Pers.: 5,00 EUR p. P.
  • Gruppentarif Schüler: 2,50 EUR p. P. Jahreskarte: 10,00 EUR
  • Jahreskarte Burg Stolpen: 10,00 EUR
Freier Eintritt
  • Kinder bis 5 Jahre
  • Geburtstagskinder
  • Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen »B« im Schwerbehindertenausweis
  • Reiseleiter
  • Buskraftfahrer mit Reisegruppen
  • eine Begleitpersonen pro 10 Schüler und Medienmitarbeiter jeweils mit Nachweis
  • Inhaber schlösserlandKARTE

Öffnungszeiten

April bis Oktober
  • täglich: 10:00 - 18:00 Uhr
November bis März
  • Di - So: 10:00 - 16:00 Uhr
  • 24./25.12. und 31.12.: geschlossen
  • Die Öffnungszeiten im Winter sind witterungsabhängig.
Letzter Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließzeit.

Änderungen vorbehalten.

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